3. Tag = Koloděje nad Lužnici~Rastenfeld

Von Koloděje nad Lužnici, Czech Republik nach Rastenfeld/Niederösterreich
Tagesstrecke 172 km und ca. 50 km Huckepack auf ’nem Anhänger 🙁

3. Etappe – Nicht erreicht, dafür die erste Panne. Heute morgen entspannt und mit niederländischen Glückwünschen aufgewacht, Kaffee getrunken und los Richtung Österreich, dort durchzufahren und weiter in die Slowakei. Gut gelaunt durch den südlichen Teil der Tschechei, rüber nach Österreich, was mich immer wieder erstaunt, wie entspannt Mann/Frau die Grenzen heutzutage überschreiten kann, ohne das eigene Leben zu riskieren, das bekomme ich wohl nie in meinen Kopf rein!

Zu zweit mit sich ;-)

Zu zweit mit sich 😉

In Österreich ne tolle Strecke am Dobrastausee entlang mit super Picknickplatz am Fluss und einer kleinen Selbstaufmunterung 😉 . Dann weiter und im nächsten Bergdorf an ner Kreuzung machte es plok, Zündung aus, Elektrik wech. Shit. Erst hatte ich das ladende iPad im Verdacht, das es zuviel Saft saugt oder nur der Batteriekontakt locker ist, vor der Reise hatte ich mir einen Doppel-USB-Stecker an die Batterie angeschlossen, damit ich auf der Tour mein Handy und iPad laden kann, vielleicht hat sich da einfach nen Kontakt losgerüttelt oder ne Sicherung durch… Ne, das habe ich  gecheckt, kein Problem. Es kann nur die Batterie sein, aber die ist er nen Jahr alt! Nun denn, dann am nächsten Haus geklopf und freundlich nach nem Schrauber gefragt, ne gibt es nicht im Dorf, aber zu trinken oder sonstwas haben sie mir angeboten. Die waren total nett, so wie eigentlich alle, denen ich bisher begegnet bin, wenn sie erst auf meine Klamotten  und dann auf mein Nummernschild schauen und merken, das ich als Frau alleine unterwegs bin. Dann bricht meist das Eis, egal ob bei Frauen oder Männern oder Kindern. Auch Hunde kommen schnuppern ;-). Ah die kommt aus der Hundehauptstadt Europas!!
Okay den ADAC angerufen und mich mit dem österreichischen verbinden lassen und dann nach ca. 1 1/2h kam mein Tagesheld Martin Huber und hat alles, wirklich alles in Bewegung gesetzt, das meine Maschine wieder heile wird und ich meine Tour weitermachen kann, denn von dieser war er sichtlich beeindruckt!

Beim Abschleppen und Fahren zu seinem ÖAMTC-Stützpunkt in Zwettel  hat er mir  seine Geschichte erzählt, das er noch zusätzlich Landwirt ist, mit seiner Frau, seinem Bruder und seinen Eltern Kühe und anderes vierbeiniges Getier hat und seinen besten Urlaub in Rumänien hatte, solche liebenswerten und offenen Menschen wie in Rumänien ist er nicht wieder begegnet :-). Das freut mich natürlich ungemein. Der Typ ist toll, ich werde meine ADAC-Kündigung vielleicht auch wieder rückgängig machen, auf Grund von Ungereimtheiten in diesem Verein am Anfang diesen Jahres, hatte ich mich entschlossen, da auszutreten! Na gut, ich werde noch ne Nacht drüber schlafen ;-). Nun bin ich auf nem Campground irgendwo im Nirgendwo, hab mir Abendbrot gekocht, hab aufgegessen und bin fix & foxi und falle jetzt auf meine äußerst bequeme LuMa. Juten Nacht Gemeinde!

Der Morgen danach, 1:0…